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Aktuelles
Autor: Anja Riedhamer
Artikel vom 15.04.2021

Müll-Sünder ins Netz gegangen

Müll-Sünder ins Netz gegangen

Wild geht es aktuell zu, was die illegalen Müllablagerungen im Waldgebiet rund um den Wimberg angeht. Doch nun wurden zwei Verursacher von wilden Müllablagerungen in diesem Gebiet identifiziert.

 

 

Fast jeden Tag kommen neue Mitteilungen von der Stadt Calw oder aus der Bevölkerung bei der AWG Abfallwirtschafts Landkreis Calw (AWG) an, die neue wilde Müllablagerungen im Dreieck Wimberg – Spesshardt – Altburg melden. Nun konnten gleich zwei Müll-Sünder identifiziert werden. „Die letzten Monate war das schon extrem heftig, was uns gemeldet wurde“, bemerkt Helge Jesse, Bereichsleiter bei der AWG. „Unser Recyclingmobil ist mittlerweile mehrmals die Woche in diesem Gebiet unterwegs, um wilden Müll einzusammeln. Und das sind dann oft drei bis fünf Kubikmeter gewesen, die illegal abgelagert wurden.“ Die Aufgabenverteilung ist dabei wie folgt: Nach eingehenden Meldungen überprüfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes oder des Ordnungsamtes der Stadt Calw, ob Hinweise auf den Verursacher festgestellt werden können. Nachdem dies abgeschlossen ist, wird das Material abgeholt. Innerhalb des Siedlungsbereiches übernimmt das die Stadt Calw, außerhalb die AWG. Aber egal, wer den wilden Müll abholt, er wird danach einer geregelten Entsorgung zugeführt. Die Entsorgungskosten trägt die Allgemeinheit, sofern kein Verursacher festgestellt werden kann. Allein 2020 wurde dafür ein sechsstelliger Betrag aufgewandt.

„Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof und dem Ordnungsamt klappt prima“, so Jesse. „Umso mehr freuen wir uns alle, dass wir gleich zwei Verursacher feststellen konnten.“ Den ertappten Müll-Sündern drohen nicht unerhebliche Strafen, die Verfahren werden nun eingeleitet. Einer ist mutmaßlich ein Wiederholungstäter, der seinen Müll mehrfach an verschiedenen Plätzen illegal abgeladen hat. „Da kann dann schon ein Betrag von mehreren tausend Euro zusammenkommen, die er als Strafe aufgebrummt bekommt“, erklärt Jesse. „Hinzu kommen noch die eigentlichen Entsorgungskosten und der Aufwand, den wir hatten. Deshalb sollte man sich genau überlegen, ob man nicht besser doch gleich zum Recyclinghof fährt. Von den Umweltfolgen, die wilder Müll verursacht, mal ganz abgesehen.“ Möglicherweise sorgen diese Beispiele dafür, dass die Zahl der illegalen Ablagerungen nun wieder abnimmt. Auf jeden Fall werden sowohl die Stadt Calw als auch die AWG weiterhin genau hinschauen, um möglichen Müllsündern das Handwerk zu legen. „In diesem Zusammenhang bedanken wir uns auch ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern, von denen wertvolle Hinweise kamen“, betont Jesse. „Und wir bitten weiterhin um Mitteilung, wenn verdächtige Beobachtungen in Zusammenhang mit wilden Müllablagerungen gemacht werden.“

Bei Fragen zur richtigen Entsorgung von Abfällen gibt die Abfallberatung unter der kostenlosen Servicenummer 0800 30 30 839 oder der E-Mail-Adresse kontakt@awg-info.de gerne Auskunft. Dort und natürlich auch bei der Stadt Calw können Beobachtungen gemeldet werden, die im Zusammenhang mit wilden Müllablagerungen stehen könnten. Weitere Informationen rund um die Abfallwirtschaft im Landkreis Calw sind auch auf der Website der AWG unter www.awg-info.de erhältlich.